Pfütten/Förtchen nach Oma`s Rezept

Pfütten/Förtchen sind kleine, süße Bällchen aus Hefeteig mit leckerer Füllung in einer speziellen Pfüttenpfanne (Werbelink) ausgebacken. Sie sind quasi die kleine Version von Berlinern/Pfannkuchen.

Pfütten oder Förtchen werden seit vielen Jahren in Norddeutschland traditionell zu Weihnachten am Heiligen Abend oder zu Silvester als Neujahrsgebäck gebacken.

Unser Rezept stammt von meiner Großmutter und ich habe es von meiner Mutter übernommen. Wir backen das leckere, süße Hefeteiggebäck auch zur Faschingszeit, zum Kindergeburtstag oder einfach mal so, wenn ich Lust auf Kindheitserinnerungen habe.

Pfütten/Förtchen nach Oma`s Rezept

Bei uns in Schleswig-Holstein nennt man das leckere Hefeteiggebäck Pfütten oder Förtchen /Pförtchen.

In Nordfriesland wird das traditionelle Gebäck Futjes, Futtjen, Futsches oder Futschen genannt.

Aber auch in unseren Nachbarländern gibt es ganz ähnliche traditionelle Rezepte für die in Fett ausgebackenen Hefeteigbällchen.

In Dänemark heißen sie Æbleskiver/Ebelskiver und die Niederländer nennen ihr Hefegebäck Poffertjes. Für den Teig der Poffertjes wird aber traditionell ein Teil Weizenmehl und ein Teil Buchweizenmehl und Buttermilch verwendet. Sie sind auch etwas kleiner und nicht so rund. Die Poffertjes sind in den Niederlanden sehr beliebt und werden in vielen Cafes, Bäckereien und Konditoreien angeboten. Bei uns finden wir auch immer öfter Stände mit Poffertjes auf Weihnachtsmärkten oder Jahrmärkten.

Eines haben sie aber alle gemeinsam: sie schmecken am besten direkt aus der Pfanne, in Zucker gestippt oder mit Puderzucker bestäubt und natürlich in geselliger Runde.

Rezept: Pfütten/Förtchen

Zutaten für ca. 40 Stück:

  • 6 Eier Gr. M
  • 120 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Schale 1/2 Orange
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Muskat
  • 1/4 l Milch
  • 500 g Mehl
  • 1 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • Speiseöl oder Kokosfett zum Ausbacken
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Für die Füllung: Rosinen, Apfelstückchen, Apfelmus, Backpflaumen, Pflaumenmus, Fruchtgelee / Konfitüre, Marzipan, Nutella, Bananenscheiben, Schokoladenstückchen, gehackte Nüsse oder Mandeln, frische Früchte, z.B. Heidelbeeren oder Himbeeren
  • Außerdem braucht ihr zum Ausbacken eine spezielle Pfüttenpfanne (Werbelink)

Welches ist deine Lieblingsfüllung?

Ursprünglich wurden sie ganz ohne Füllung gebacken, aber mit den Jahren entstanden in den Familien viele Varianten für leckere Füllungen. Meine Oma hat sie mit Rosinen oder Apfelstückchen gefüllt und die Lieblingsfüllungen meiner Mutter sind Pflaumenmus oder Johannisbeergelee.

Heute füllen wir sie gerne mit Apfelmus, Kirschmarmelade, Marzipan oder Nutella.

Weitere Ideen für Füllungen wären Backpflaumen, Bananenscheiben, Schokoladenstückchen, gehackte Nüsse oder Mandeln, frische Früchte, z.B. Heidelbeeren oder Himbeeren.

Ein alter und lustiger Brauch ist es auch am Silvestertag einen der Pfütten mit Senf zu füllen. Wann und warum dieser Brauch entstanden ist wissen wir leider nicht genau, aber er sorgt für jede Menge Spaß unter den Gästen. Mögliche Prophezeihungen/Aufgaben wären z.B.: du wirst als nächstes heiraten, du wirst als nächstes Mutter/Vater werden, du musst den Abwasch erledigen oder du musst die Reste des Feuerwerks zusammenfegen.

Zubereitung:

  • Wichtig ist das alle Zutaten die gleiche, also Zimmertemperatur haben. Ihr müsst also die Milch und die Eier mind. 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen.
  • Die Eier in eine große Schüssel geben und schaumig schlagen (Handmixer/ Rührbesen).
  • Zucker, Vanillezucker, Orangenschale, Zimt, Salz und Milch zugeben und gut verrühren.
  • Das Mehl mit der Hefe verrühren, in die Schüssel geben und alles gut zu einem Teig verrühren.
  • An einem warmen Ort zugedeckt 1 Stunde gehen lassen.
  • Die Pfüttenpfanne auf den Herd stellen und auf mittlere Temperatur erhitzen.
  • Die Mulden der Pfüttenpfanne jeweils mit 1/2 TL Öl einpinseln und 1 EL Teig einfüllen.
  • In die Mitte eure gewünschte Füllung geben und den Teig mit einer Gabel rundherum hochziehen, bis die Füllung ganz mit Teig bedeckt ist.
  • Wenn der Teig an den Seiten leicht bräunt, die Pfütten mit Hilfe der Gabel wenden und weiter backen, bis beide Seiten leicht gebräunt sind.
  • Die Pfütten mit Puderzucker bestäuben und warm geniessen.

Die ersten Pfütten werden bei uns oft nicht so schön, also nicht gleich aufgeben. Vielleicht liegt es aber auch an unserer alten Pfüttenpfanne.

Kennt ihr Pfütten aus eurer Kindheit oder habt schon mal selber welche gebacken? Welches sind eure Lieblingsfüllungen? Wir lieben die alten Traditionen und geben sie gerne weiter.

Hier habe ich ein Rezept für nordfriesische Futjes gefunden: Futjes Rezept

und hier für niederländische Poffertjes: Poffertjes Rezept

Leonie & Heike

Weitere Tipps, DIY Projekte und Rezepte von uns findest du hier: plastikfrei leben,

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